Kräuterführungen im Ruhrgebiet

Kräutertour de Ruhr

Rezepte



Basilikumbutter

Zutaten

·       500 g Butter

·       1 Doppeldose Tomatenmark

·       1 Strauß Basilikum

·       1 Esslöffel Salz

·       ½-1 Esslöffel gemahlener Pfeffer

·       1-2 Esslöffel Zitronensaft

·       ¼ gequetschte Knoblauchzehe

Butter schaumig schlagen oder mit Gabeln zerdrücken.
Basilikum zupfen und kleinschneiden.

Alle Zutaten vermengen und mind. 1h (eher einen Tag) kalt stellen und ziehen lassen.

 

 

       

Kräuterbutter-Varianten

 

Basis-Zutaten

·       1 Pfund Butter (250 g)

·       2 Knoblauchzehen

·       etwas Zitronensaft

·       ½ Teel. Salz

·       etwas frisch gemahlenen Pfeffer

·       eine Hand voll frischer Kräuter, auch gerne mehr!

Zubereitung:

Die Butter leicht erwärmen (nicht in der Mikrowelle!), den Zitronensaft und die zerdrückten Knoblauchzehen (Knoblauchpresse) und das Salz dazugeben. Die Kräuter sehr fein schneiden und unterrühren. Kalt stellen. Vor dem Servieren in frischen Kräutern wälzen oder mit essbaren Blüten bekleben.

 

Geeignete Kräuter:

·       Nur Bärlauch = Knobiartig schmeckende Butter, auch ohne Knobli lecker

·       Nur Brennnessel = angenehm würzig

·       Nur Giersch = etwas wie Staudensellerie oder Maggie-Butter, dazu hauptsächlich Blattstiele verwenden, klein schneiden wie Schnittlauch, dazu noch Knoblauchsrauke

·       Pastinak- und Maggikraut-Butter

·       Ein Paket Tiefkühlkräuter der Provence, mediterrane Variante

·       Alles gemischt: Bärlauch., Brennnessel, Gundermann, Giersch,

·       Würzig süßlich: Süßdolde, Melisse, Minze, Salbei

 

Variante:

  • Die Zutaten können statt in weiche Butter auch in 250 g Quark gegeben werden. Der erhält noch mehr Geschmack, wenn er mit etwas Olivenöl angerührt wird.
  • Die Butter zusätzlich mit 150 g Fetakäse mischen, dann von allem etwas mehr nehmen.



Kräuterquark

 

Zutaten

·       500 g Quark

·       1 Zwiebel

·       3 Knoblauchzehen

·       1 Essl. Zitronensaft

·       1 -2 Teel Kräutersalz

·       Pfeffer

·       2 Hände voll Kräuter

Alles vermischen, besonders cremig, wenn man noch einen Esslöffel Olivenöl unterrührt.

 

 

Spitzwegerichpfanne


Junge Spitzwegerichköpfchen möglichst noch vor dem Aufblühen pflücken, also bevor die Staubfäden wie weiße „Monde“ um das Köpfchen erscheinen. In der Pfanne einige Minuten anbraten, dann kleine Knoblauch- und Zwiebelstückchen mit anrösten, salzen, pfeffern, köstlich! Schmeckt wie geröstete Champignons, passt auf Salat oder zu Kräuterquark. Oder einfach kalt knabbern.

 

Variante mit Breitwegerich:

Die nussartigen Samen an den langen Blütenständen sollte man vorher mit der Gabel albstreifen und dann anbraten. Der Stängel des Breitwegerich ist sonst zu hart. Kann über Suppe oder Salat gestreut werden, schmeckt nussig-pilzig. Super-lecker!

 

 

 

Beinwellroulade


Eine schnelle Köstlichkeit! Vom Beinwell ist immer genug da. Wenn Sie nicht in Wassernähe wohnen, holen Sie sich doch einen in den eigenen Garten! Auch wenn die Wühlmäuse sich im Winter ebenfalls drüber freuen, so lassen Sie doch immer ein Stück Wurzel übrig, zum naschen für sie (und uns) im nächsten Jahr.

Das folgende Rezept ist leicht abgewandelt aus dem wundervollen Buch von Celia Nentwig: Meine neuen Wildpflanzen-Rezepte, Blooms by Ulmer, 16.95. Das Buch ist so schön und die Rezepte so lecker, dass es einen Bestseller-Status verdient hat! Und nun guten Appetit bei folgendem Fingerfood, das auch Kindern schmeckt!

 

Zutaten

Für die Rouladen:

8 große Beinwellblätter

8 Scheiben Emmentaler

Etwas Mehl

2 Eier

Paniermehl

Bratöl

 

Für die Sauce

100 g Joghurt

½ Salatgurke

8 Blätter Minze

3 kleine Beinwellblätter

1 Tomate

Salz

 

Die Mittelrippe der Blätter unterseits flach abschneiden, die Scheibe Käse auf die Unterseite der Blätter legen, so, dass ein Stück Blatt frei bleibt, einrollen. Durch die raue Oberfläche der Blätter kletten sie sich selbst fest.

Erst in Mehl, dann in Ei, dann in Paniermehl rollen und in Öl kurz ausbacken.

Für die Sauce Gurke und Tomate sehr fein würfeln, Minze und Beinwellblätter sehr fein schneiden und alles mit Joghurt und Salz vermischen. Wenn vorhanden, bunte Beinwellblüten oder andere essbare Blüten als Deko obenauf legen.

 Foto Minou Schariari

 

Wildkräutersalat


Die Grundmischung besteht aus Paprika, Tomaten und Schafskäse, dazu etwas Gemüsezwiebel, Essig, kalt gepresstes Bio-Öl, Salz, eine Spur Zucker und Pfeffer.

Dazu wahlweise in großer Menge alles was grün und wild essbar ist. Im Frühling können das auch alle noch saftigen frischen Baumblätter sein, z.B. Lindenblätter, ganz kurz nach dem Austrieb auch noch die flaumigen Spitzchen von Buchen- oder Hainbuchenblättern, herrlich dazu auch Ahornblüten (vom Spitzahorn im April, vom Bergahorn und Feldahorn im Mai). Lecker sind auch Ulmenblätter, falls Sie einmal einen Baum finden, den der Ulmensplintkäfer noch nicht dahin gerafft hat. Hinein können alle Blüten, die Sie finden, Gänseblümchen, Löwenzahn, Kapuzinerkresse, Beinwell, Lungenkraut.

 

Die Gemüsezwiebel können Sie durch wilden Bärlauch ersetzen oder durch Schnittlauch (aus dem Garten oder wild, der ist allerdings etwas bitterer), ansonsten tun es auch die frischen Blätter der Knoblauchsrauke.

Knackig wird der Salat auch durch frische Topinamburstücke, der aber erst im Herbst und Winter erntereif ist oder noch von der Winterlagerung übrig ist.

 

Diesen Salat (mit verschiedensten Kräutern oder Blüten) gibt es bei mir nahezu täglich.

 

Zu einer vollständigen Mahlzeit machen Sie ihn durch die Beilagen von Reis, Hirse, Kartoffeln. Da ich manchmal faul bin, kommen die gekochten Kartoffeln schon mal mit in den Salat und ich „verkaufe“ ihn den Kindern als „Kartoffelsalat“.

 

 

Schnelles Römergemüse


Schon die alten Römer haben ihren „Römerspinat“ zubereitet, indem sie Giersch, Zwiebeln und Knoblauch mit etwas Salz und Pfeffer einfach kurz in der Pfanne angeröstet haben. Sie werden merken, dass Ihre gesammelten Kräuter in der Pfanne wie von Zauberhand zusammenschrumpfen. Sie kennen das sicher vom Spinat! Besser sammelt man also vorher eine große Menge, auch weil es dann so köstlich ist, dass Sie immer mehr davon essen wollen.

Dieses Rezept lässt sich nun mit allen essbaren Wildkräutern machen. Meine Lieblingsvariante besteht aus Giersch, Brennnesseln,  Löwenzahn und verschiedenen andere Kräutern aus meinem Rasen. Eine Teilnehmerin einer botanischen Exkursion aus Schwerte berichtete mir, dass ihre Enkelkinder bei ihr immer den „leckeren Unkrautspinat“ essen wollen.

 


Sauerampfersuppe

 

Zutaten für 6-8 Portionen

·       250 g Sauerampferblätter (frisch von der Wiese oder aus dem türkischen Gemüseladen oder von Kräutermagie Keller J)

·       250 g neutrale Wildkräuter (Giersch, Brennnessel, Spitzwegerich, Wiesenlabkraut, Klee oder aber Spinat und Petersilie)

·       250 g Kartoffeln

·       100 g Butter (oder Öl)

·       1 Liter Gemüsebrühe

·       2 Zwiebeln

·       Salz, Pfeffer

·       2 Essl. Agavendicksaft oder Honig

·       8 Essl. Sahne (oder Sojasahne)

 

Kartoffeln schälen, würfeln und in der Gemüsebrühe 20 Min. garen, abschütten. Zwiebeln fein hacken, alle Kräuter grob hacken. In einer Pfanne Butter zerlassen, Zwiebeln darin anschwitzen, die 500 g gehackte Kräuter dazu geben und zusammenfallen lassen. Dann die Kräutermischung zu den Kartoffeln geben, alles pürieren, Sahne dazu geben und mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken.

 


Smoothie delicious!

 

Zutaten:

·       2 Hände voll Wildkräuter, Giersch, Wegerich, Labkraut, Klee

·       1 Mango

·       ½ -1 abgeschälte Zitrone ½ -1 abgeschälte Apfelsine

·       1 Apfel ohne Gehäuse

·       2 Bananen

·       3 getrocknete Datteln

·       Ca. 1 Liter Wasser

 

Alles in der Smoothie-Maschine vermischen, mit Blüten garnieren.